Raus auf die Straße: Die "Generation Krise" wehrt sich!

Am 09. Juni ist es wieder so weit. In über 100 Städten gehen SchülerInnen, Azubis und Studierende auf die Straße, um gegen die miserablen Zustände im Bildungssystem zu demonstrieren. Die Kritik ist vielfältig: Auf der einen Seite fehlt Geld für wichtige Investitionen, wenn es etwa um mehr LehrerInnen, kleinere Klassen und gebührenfreie Bildung geht. Andererseits kritisieren wir, dass junge Menschen in Schule, Betrieb und Studium lediglich für den späteren Verwertungsprozess auf dem Arbeitsmarkt vorbereitet werden, statt selbstbestimmt Lernen und sich entfalten zu können. Um sich gegen diese Entwicklung wehren zu können, fordern wir unter anderem die Demokratisierung aller Bildungseinrichtungen. SchülerInnen, Azubis und Studierende sollen endlich mitentscheiden können, wovon sie direkt betroffen sind.

Doch nicht nur vom schlechten Bildungssystem sind junge Menschen betroffen, auch die Finanzkrise hat Auswirkungen auf die junge Generation. Schlechte Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt, immer mehr Gebühren für die Bildung, oberflächliches Studium im Schnelldurchlauf. Das sind die Lebensbedingungen der Jugend weltweit. Ein Bündnis ruft für den 12. Juni dazu auf, sich gegen die Sparpläne der schwarz-gelben Bundesregierung zu wehren. Unter dem Motto "Wir zahlen nicht für eure Krise!" forden wir, dass die VerursacherInnen der Krise für diese aufkommen müssen, nicht die Jugendlichen oder die RentnerInnen, nicht die Erwerbslosen oder ArbeitnehmerInnen, die schon jetzt kaum von ihrem Gehalt leben können.

Die Linksjugend ['solid] ruft dazu auf, sich an den Protesten vom 09. bis 12. Juni zu beteiligen.

Den Bildungsstreik-Aufruf sowie Informationen darüber, in welchen Städten es Aktionen gibt, findet ihr hier:
www.bildungsstreik.net

Informationen zu den bildungspolitischen Forderungen und Positionen der Linksjugend ['solid]:
www.bildungsblog.mobi

Informationen zu den Krisendemos in Berlin und Stuttgart hier:
www.kapitalismuskrise.org